Lebensenergie –
zwischen Mysterium
und Forschungsobjekt
von Lucius Werthmüller
Liebe Mitglieder und Freunde der SVPP,
Liebe Leserinnen und liebe Leser,
Das Thema Lebensenergie , das in der diesjährigen Weihnachtsbro-schüre im Sinne eines Überblicks abgehandelt wird, führt direkt zum Thema des "Geistigen Heilen". In ein Gebiet der Parapsychologie also, das ob seiner Vielfalt der Methoden und Erklärungsversuche auch für aufgeschlossene Menschen nur noch schwer überschaubar ist.
Immerhin, in zahlreichen mehr und weniger "wissenschaftlichen" Versuchen wurde in den letzten Jahren und Jahrzehnten der "Beweis" erbracht, dass auf der energetischen Ebene Heilprozesse ablaufen, die nicht mehr wegdiskutiert werden können. Viele Vertreter der Schulmedizin kaprizieren sich allerdings noch immer damit, diese Fakten schlicht nicht zur Kenntnis zu nehmen, als anekdotische Fälle zu verniedlichen oder schlicht abzustreiten. Es sei aber auch nicht verschwiegen, dass die Zahl der Mediziner laufend zunimmt, welche die Resultate der energetischen, resp. der Informations-Medizin mit Aufmerksamkeit verfolgen, für neue Erkenntnisse stets offen sind und sich damit als fortschrittlich im besten Sinne des Wortes erweisen.
Zugegeben, für den im materiellen, rationalen Denken geschulten Zeitgenossen ist es nicht leicht, das lineare, kausale Denken zu überwinden und Ebenen und Wirkkräfte in sein Weltbild einzubeziehen, in dem der Mensch als Geistpersönlichkeit mit einem materiellen Körper und die Energieebene als Bindeglied zwischen Geist und Materie verstanden wird. Diese Schwierigkeit besteht ganz offensichtlich selbst für parapsychologisch interessierte Zeitgenossen.
Wenn uns z.B. das Geistwesen Friedrich Taschner † 1944 durch seine mediale Tochter,die Ärztin Dr. Uta Taschner wissen lässt (Zitat):
"Die zur endgültigen Aufrechterhaltung des Energieflusses und zur Heilung nötige geistige Umstellung scheitert oft an einer sich im Laufe der Zeit angeeigneten, inneren starren Geisteshaltung"
und an anderer Stelle (Zitat):
"Wenn die gedankliche Ausrichtung da ist, läuft der geistige Energiefluss automatisch über den vorhandenen Mechanismus ab, wobei es nicht so sehr auf die Heiltechnik, als auf den Heilungs-wunsch und die schicksalsbedingten Möglichkeiten und Gesetzmäs-sigkeiten ankommt, und ob die Heilung von höherer Warte erlaubt ist"
so wird damit etwas ganz anderes gesagt, als die Meinung von Hans Joachim Ehlers, dem Herausgeber von "raum&zeit", einem an sich klaren Befürworter des "Geistigen Heilen". Dieser schreibt z.B. im Vorwort zu einer Tagungs-Einladung des "Dachverband Geistiges Heilen":
"Sich als gestandene Medizinerinnen und Mediziner zum Geistheilen zu bekennen, erfordert viel Mut. Das Gleiche gilt für das rigorose Trennen der Spreu vom Weizen in der "Szene" und die Schaffung von wissenschaftlich nachprüfbaren Kriterien, an denen künftig geistiges oder mentales Heilen gemessen wird. Dabei sollte es völlig gleichgültig sein, wie die Methode heisst, nur drei Kriterien sollten im Vordergrund stehen: Die Methode muss wirken, sie muss erklärbar und überprüfbar sein."
Da nur allgemein anerkannte Erkenntnisse als "wissenschaftlich" gelten, diese wiederum von den sogenannten Wissenschaftlern definiert werden, stellt Ehlers eine Forderung auf, die an sich vom "Geistigen Heilen" kaum erfüllt werden kann. Zudem, die Erklärbarkeit und Überprüfbarkeit der Vorgänge im geistig-energetischen Bereich mit den Auswirkungen auf den somatischen Teil des Menschen sind so hohe Hürden für die Anerkennung der Methoden "Geistigen Heilens" durch die Schulwissenschaft, dass wir wohl besser den Zugang über die Heilserfahrung suchen werden.
1995 veröffentlichte Prof. Dr. Herbert Pietschmann, Wien, einen Auf-satz unter dem Titel "Darf Widerspruchsfreiheit vorrangiges Ziel der Medizin sein?". Seinen hochinteressanten Ausführungen entnehmen wir einige Kernsätze, die als Einstieg in die Darlegungen von Lucius Werthmüller für Sie, liebe Leserinnen, liebe Leser wertvoll sein dürften.
- Eine naturwissenschaftlich orientierte Medizin kann auf den individuellen Patienten nicht eingehen. Das ist in der Methode nicht enthalten, ebensowenig, dass das Gegenteil von Widerspruchsfreiheit "Leben" im umfassenden Sinne ist.
- In der Naturwissenschaft ist es vernünftig, sich auf die Wirkursache zu beschränken, weil es dort um Materie in Zeit und Raum geht. Damit wird aber alles, was nicht mittels der Wirkursache erklärt werden kann, aus dem Bereich der Naturwisschenschaften ausgeschlossen.
- Der Grund für ärztliches Handeln ist nicht allein die Wirkursache, sondern die Gewissheit, dass die Patienten davon geheilt werden oder ihr Befinden sich bessert.
- Der Mensch kann nur aus sich selbst gesund werden, kein anderer kann ihn gesund machen. Und der Kranke leidet an einem Widerspruch, denn er kann sich nicht selbst gesunden, weil er krank ist. – Die Synthese, die hier zur Entwicklung führt, heisst: Die Ärzte sind Helfer zum Selbstgesunden.
Es geht also ausschliesslich darum zu fragen, ob eine bestimmte Handlung zur Selbstgesundung führt.
Auf diesem Hintergrund - und dies sei als kleiner Hinweis verstanden – lassen sich Verfahren wie Homöopathie, Bioresonanztherapie, der gezielte Einsatz des Placebo-Effektes aber auch alle Formen Geistigen Heilens sehr wohl als ernsthafte Möglichkeiten ärztlichen Tuns verstehen.
Ich schliesse diese kleine Einleitung mit einer weiteren Information, die uns das Geistwesen Friedrich Taschner zukommen liess (Zitat):
"Die Schulmedizin im heutigen Sinne wird eine Art Kollaps erleiden. Die Krankheiten, die sich ja auch verändern und eine gewisse Ent-wicklung mitmachen, werden schulmedizinisch immer weniger beherrschbar. Das muss auch kommen, um die Menschheit auf die geistigen Hintergründe aufmerksam zu machen.
Es sind bereits Ansätze für die Erkenntnis vorhanden, dass viele Krankheiten zu einem wesentlichen Teil seelischer Natur sind, oder seelische Ursachen haben. Das Bestreben sich mehr um das Wesen und die Seele zu kümmern, wird dahin führen, dass sich die Schul-medizin umstellt."
Damit – so scheint uns – werden die nachfolgenden Darlegungen in einen Wissenszusammenhang gestellt, der uns allen einen – wenn auch kleinen – Erkenntnisschritt erlauben dürfte. Wir wünschen allen Lesern eine anregende Lektüre.
Für den "Wissenschaftlichen Beirat" der SVPP, der Leiter:
V.J.Oehen-Christen, dipl. Ing. ETHZ